WIR sind

die Arbeitsgemeinschaft 
„Geschlechterreflektierte
Kinder- und Jugendarbeit
Marzahn – Hellersdorf“

Wir verstehen uns als Netzwerk für alle an der geschlechterreflektierten Arbeit interessierten pädagogischen Fachkräfte des Bezirkes.

Fundament unserer Arbeit sind neben dem Grundgesetz (Artikel 3, Abs. 2) und dem SGB VIII (§ 3, Abs. 2) vor allem die im AG KJHG (§ 6, Abs. 3, Nr. 4+5) formulierten Grundlagen: Wir wollen dazu beitragen, „überkommene Geschlechtsrollen infrage zu stellen und die gesellschaftliche Gleichstellung von Frauen und Männern zu fördern sowie (…) Offenheit und Akzeptanz gegenüber der Lebensweise aller Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Identität auszubilden und zu fördern.“

Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass die Grenzen zwischen den Geschlechtern fließend sind und dass es mehr als zwei Geschlechter gibt.

Wir wollen daran mitarbeiten, dass Diversität akzeptiert und anerkannt wird. Gleichzeitig wollen wir auf immer noch bestehende Diskriminierungen in Bezug auf geschlechtliche und sexuelle Identitäten hinweisen und dazu beitragen, diese abzubauen.

Wir orientieren uns dabei an den Berliner Leitlinien sowie den bezirklichen Leitlinien zur geschlechterreflektierten Kinder- und Jugendarbeit.

  • Wir:
     sind Bündnis und Netzwerk aller pädagogischen Fachkräfte freier und öffentlicher Träger im Bezirk, die an einem geschlechterreflektierten pädagogischen Ansatz interessiert sind.
  • sind ein Gremium zur Förderung der Fachdiskussion und des Erfahrungsaustausches.
  • treffen uns monatlich und sind offen für neue interessierte Menschen.
  •  verstehen uns als Motor für öffentliche Sensibilisierung.
  • initiieren einrichtungsübergreifende Angebote und Projekte im Bezirk.
  • organisieren Weiterbildungen im Bereich der geschlechterreflektierten Kinder- und Jugendarbeit.
  • beraten bezirkliche und überbezirkliche Gremien wie BVV und Jugendhilfeausschuss sowie Jugendhilfeplanung.
  • sind in der Berliner Fachrunde „Quo vadis Mädchenarbeit“ vertreten.
  • führen jährliche Klausurtagungen durch.

Die Arbeitsgemeinschaft entwickelte „Leit- und Handlungsrichtlinien für die geschlechterdifferenzierte Kinder- und Jugendarbeit in Marzahn-Hellersdorf“ als Arbeitsgrundlage und Programmatik für die geschlechterdifferenzierte Arbeit der politischen und fachlichen Verantwortungsträger im Bezirk. Am 24.10.2001 wurden diese im Jugendhilfeausschuss beschlossen.

VertreterInnen der AG arbeiteten an der Weiterentwicklung der Leitlinien auf Berliner Ebene mit. 2006 wurde nach einer Zwischenauswertung zum Stand der geschlechterdifferenzierten Kinder- und Jugendarbeit im Bezirk vom Jugendhilfeausschuss beschlossen, dass ab Oktober 2006 die „Leitlinien zur Verankerung der geschlechterbewussten Ansätze in der pädagogischen Arbeit mit Mädchen und Jungen in der Jugendhilfe“ (Berliner Leitlinien) auch Arbeitsgrundlage im Bezirk sind.

VertreterInnen der AG arbeiten in der Berliner Fachrunde „Quo vadis Mädchenarbeit“ und in der Berliner Fachrunde Jungenarbeit mit und bringen ihre Erfahrungen ein.

Geschäftsordnung 2016